Hohes Misstrauen Hohes Misstrauen gegenüber Versicherungsgesellschaften
Die Unzufriedenheit der Verbraucher über die Geschäfte einiger Versicherungen steigt weiter an. Bei Gesprächen mit mehr als 1.000 Kunden von Versicherungen, die sich am 15.03.2006, dem Weltverbrauchertag beim Bund der Versicherten gemeldet haben, war das Resultat mehr als eindeutig. Fazit der Gespräche: Die Verbraucher sind mehr und mehr unzufrieden und das Misstrauen gegenüber den Versicherungsgesellschaften nimmt weiter zu. Vor allem die Besitzer von Kapitallebensversicherungen fühlen sich schlecht behandelt. Die Opfer von dubiosen Vermittlern sind vorwiegend ältere Menschen, sowie junge Familien mit kleinen Kindern, denn gerade diese haben ein erhöhtes Vorsorgebedürfnis, welches dann auf unseriöse Art und Weise ausgenutzt wird.
Bei jedem fünften Anrufer ging es um die Kapitallebensversicherung. Beklagt wird dabei vor allem der Rückkaufswert, wobei die Betroffenen geradezu kläglich abgespeist worden sind. All diese Fälle bewiesen mal wieder, wie wichtig die erwartete Reform des Versicherungsvertragsrechtes ist. Hierfür erwartet der BdV in naher Zukunft einen Referententwurf vom Bundesjustizministerium.
Über elf Stunden standen die BdV-Experten den Versicherten telefonisch zur Verfügung. Jedoch schien das nicht zu reichen. Ständige Telefonate blockierten die Leitungen, so dass nicht alle Anrufer durch kamen. So mussten Ratsuchende zum Teil stundenlang wählen, eher Sie die Möglichkeit hatten, mit einem Experten über Ihre Probleme zu sprechen. Aus den Telefonaten ergab sich aber auch, dass die Aufklärungsarbeit des BdV angekommen war. So beschäftigte sich jeder vierte Anruf mit den Themen Unfall-, Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherungen. Das Fazit der BdV-Geschäftsführerin lautete, dass eine Transparenzoffensive dringend erforderlich sei. Außerdem sei der Mangel an ernsthaften Angeboten für Familien und Senioren nicht mehr lange tragbar. Donnerstag, 23.03.2006
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