Wechsel in die Private Krankenversicherung Wechsel in die Private Krankenversicherung auch noch im Reifen Alter
Viele Menschen im reifen Alter, denken gar nicht mehr über einen möglichen Wechsel in die private Krankenversicherung nach. Oft sind sie abgeschreckt durch die hohen Beiträge mit steigenden Mehrkosten im Alter oder auch die aufwendigen Gesundheitschecks, die vor einem Abschluss durchgeführt werden müssen. Nach Aussagen unterschiedlicher Versicherungsexperten lohnt sich jedoch auch für Menschen über 40 das Abwägen der Vor- und Nachteile.
Einige Berechnungsgrundlagen haben sich mittlerweile geändert. Für viele bislang gesetzlich versicherte Arbeitnehmer über 40, fallen möglicherweise genau die Punkte weg, die einen Wechsel in diesem Alter bislang unattraktiv gemacht haben. Die Änderungen betreffen zum Beispiel die Personen, die mit Ihrem Einkommen über der Versicherungsgrenze (ca. 4.000,- Euro in 2006) liegen, aber trotzdem freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben sind, damit der Ehepartner mitversichert ist. Versicherungsexperten raten jedoch die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung nochmals zu prüfen, wenn der Ehepartner wieder in das Berufsleben einsteigt, und er somit eigenständig Krankenversichert wäre. Das gleiche Problem besteht auch bei Personen mit einem berufstätigen Partner oder Singles, die mit ihrem Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschritten haben.
Vergleicht man die gesetzliche Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung und die private Krankenversicherung muss man einige verschiedene Aspekte berücksichtigen. Im Vergleich zwischen den Beiträgen stellt man schnell fest, dass ein 40 – 50-jähriger Angestellter für die gleichen Prämien auch in einer Privaten Krankenversicherung rund um abgesichert werden kann. Das gleiche gilt auch, wenn der Angestellte ein bzw. zwei Kinder hat. Mit Basis- oder Komforttarifen der Privaten Krankenversicherung von einem Elternteil kann der Beitrag für die Kinder weitestgehend abgenommen werden. Bestehen schon private Zusatzversicherungen in der Familie, ist das ein weiterer Aspekt, der berücksichtigt werden muss. Denn diese fallen bei einer Privaten Krankenversicherung zusätzlich weg.
Doch nicht nur der Beitrag ist dabei zu betrachten. Auch viele gesetzliche Änderungen, wie das Modernisierungsgesetz für die gesetzlichen Krankenversicherungen oder die Gesundheitsreformen, sprechen in vielen Fällen für den Wechsel in eine private Krankenversicherung. Wichtig ist es zu wissen, dass Betriebsrenten, Pflegeversicherung, Auszahlungen aus betrieblichen Altersversorgungen und Kapitaleinkünfte der vollen Beitragspflicht unterliegen. Mühsam erworbenes Kapital, mit dem man eigentlich im Alter rechnet, schrumpft so um einen Anteil von 10 – 20 %. In einer Privaten Krankenversicherung ist das jedoch nicht der Fall, denn hier bleiben die kompletten Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erhalten.
Man muss also genau prüfen, in wie weit der Wechsel sinnvoll ist und sich möglichst auch beraten lassen, bevor man vorschnell Entscheidungen trifft. Sicher ist jedoch, dass wenn man den Vergleich von vornherein ablehnt, man böse Überraschungen – gerade im Alter – erleben kann. Versicherungsexperten raten daher, sich früh genug mit der Problematik auseinander zu setzen. Denn auch hier gilt: Ein Vergleich lohnt sich sicher!
Montag, 20.03.2006
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